bh.m
Hospital Consulting

Ein großer Teil der Leistungen wird durch die direkte Patientenbehandlung verursacht. Rationalisierungsbestrebungen im Krankenhaus konzentrieren sich damit häufig auf diesen Bereich der unmittelbaren Patientenbehandlung. Fortschrittliche Krankenhausmanager untersuchen allerdings auch die Leistungen ihrer eigenen Verwaltungsbereiche, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, die Wirtschaftlichkeitsreserven nur in anderen Leistungsbereichen zu suchen. Die richtige Struktur einer Krankenhausverwaltung zeigt sich typischerweise im Organigramm. Dabei dominiert die funktionale Darstellung von Verwaltungsbereichen im Krankenhaus. Selten sind Darstellungen einer Matrix-Organisation zu sehen, die dem Verwaltungsbereich insgesamt schon die Funktion eines internen Dienstleisters für die primären Leistungserbringer im Krankenhaus zuweist. Stellenpläne und Stellenbesetzungspläne zeigen zwar die Personalstruktur entlang der Abteilungen auf, sie sagen aber nichts über die Qualifikationsstruktur der Mitarbeiter aus. Ob die Organisation in einem umfassenden Sinn überhaupt in dieser Struktur zukunftsfähig ist, wird durch die Ist-Darstellung der Abteilungen und deren organisatorische Hierarchisierung nicht deutlich. Demnach muss danach gefragt werden, welche zukünftigen Herausforderungen sich ein Krankenhaus in seiner speziellen Situation stellen muss, woraus dann entsprechende Anforderungen und Aufgaben für die Abteilungen resultieren, die mit den bisherigen Personalstellen und der Personalqualifikation der Mitarbeiter abgeglichen werden müssen. Befragungen über die Leistungen der Verwaltungsabteilungen bei den anderen Leistungsbereichen des Krankenhauses zeigen auch auf, wo die Mitarbeiter einen erheblichen Verbesserungsbedarf im Service oder im Umgang sehen. Auch diesen internen Herausforderungen muss sich eine Krankenhausverwaltung stellen. Aus den zukünftigen externen und internen Herausforderungen lässt sich damit ein Bild einer zukunftsfähigen Krankenhausverwaltung entwickeln, die erst dann in Form (Organigramm, Stellenbeschreibungen) gegossen werden sollte. Die Mitarbeiter der Verwaltung sollten – sofern die Qualifikationsanforderungen nicht mehr den neuen Herausforderungen entsprechen – geschult und weitergebildet werden. Dies wäre ein gezieltes Personalentwicklungsprogramm für eine fortschrittliche Krankenhausverwaltung. Was wir als bh.m Prof. Bernd H. Mühlbauer Krankenhaus- und Unternehmensberatung dazu tun können, damit aus den Visionen Aktionen werden, haben wir aktuell in einem neuen Buch mit dem Titel „Krankenhaus- und Personalmanagement mit Zukunft“ veröffentlicht. Hier sind auch Beispiele für Personalbedarfsberechnungen enthalten, die sich aus der Fusion zweier Krankenhäuser im Verwaltungsbereich als Synergieeffekte ergeben können.