bh.m
Hospital Consulting

Durch die DRG-Einführung als Finanzierungssystem für deutsche Akutkrankenhäuser werden verschiedene Anreize für eine ökonomische und medizinische Leistungserbringung gesetzt. Krankenhäuser erhalten entlang der konkreten Behandlung von Patienten am Ende des Krankenhausaufenthaltes eine fallfixe Vergütung, die sich aus patientenindividuellen Merkmalen und vor allem aus dem ermittelten Relativgewicht für die konkrete Patientenbehandlung ergibt. Das Relativgewicht ist u. a. Resultat der durchgeführten Prozeduren und ihrer extern kalkulierten und durchschnittlich über alle Krankenhäuser und deren Behandlung gewichteten Bewertung im DRG-System. Ein Krankenhaus muss deshalb aus unterschiedlichen Motiven heraus daran interessiert sein über mehr Transparenz in der medizinischen, pflegerischen, therapeutischen und administrativen Leistungserbringung zu verfügen. Allein die Sachverhalte, dass z. B. neue EDV-Systeme eingeführt oder qualitätsgesicherte Prozesse extern nachgewiesen werden müssen, machen zunächst eine systematische Darstellung von Ablaufprozessen im Krankenhaus notwendig. Technologischer Fortschritt und Qualitätssicherung sollen aber nicht nur in der bestehenden Form der Abläufe nachgewiesen, sondern einer möglichen Reorganisation zugeführt werden, wenn sich zeigen sollte, dass sie den operativen Zielen des Krankenhauses und damit einer patientenorientierten und wirtschaftlichen Leistungserbringung widersprechen.

Damit sind drei wesentliche Projektziele benannt:

1. Analyse der Ablaufprozesse „von der Aufnahme bis zur Entlassung“ der Patienten
2. Kritische Diskussion der erfassten und dargestellten Ergebnisse
3. Lieferung einer Datenbasis zur Einführung einer Prozesskostenrechnung

Die bh.m Prof. Bernd H. Mühlbauer Krankenhaus- und Unternehmensberatung hat eine spezifische Vorgehensweise für die Erfassung von krankenhausbezogenen Abläufen entwickelt (vgl. Mühlbauer, B. H., 2004 – Prozessmanagement im DRG-geführten Krankenhaus; Wiley-Verlag). Grundlage dieser Vorgehensweise bildet die Erfassung von Patientenströmen über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen in einem Krankenhaus. Die Patientenströme werden durch Laufzettel erfasst, die die Patienten bei der Aufnahme in das Krankenhaus erhalten, die sie bei der Durchführung von Untersuchungen begleiten und die sie bis zur Entlassung mit sich führen.