bh.m
Hospital Consulting

Viele Manager wünschen sich zufriedene Mitarbeiter, ein gutes Betriebsklima, eine Atmosphäre in ihrem Krankenhaus, dass von großer Kundenorientierung der Mitarbeiter geprägt ist. Im Rahmen eines Qualitätsmanagements wünschen sie sich engagierte Mitarbeiter, die mit Hilfe von eigenen Lösungsvorschlägen die operativen Herausforderungen im Krankenhaus beseitigen. Menschen sollen proaktiv handeln, Probleme schon vorhersehen und sie bereits vor ihrer Entstehung lösen. Die Organisation soll weitgehend fehlerlos organisiert sein und die Prozesse patientenorientiert ablaufen. Mitarbeiter sollen mit den Patienten mitfühlen und sich für ihr Krankenhaus begeistern. Ihre Motivation soll intrinsisch bedingt sein und die ausschließlich durch Geld angeregte, extrinsische Motivation weitgehend verdrängen.

Die Wurzel für all diese „Erscheinungen“ heißt Organisationskultur. Organisationskultur ist nicht einem Christbaum gleichzusetzen, der mit „Weihnachtsbaumkugeln“ für gutes Betriebsklima, hohe Mitarbeiterzufriedenheit, starkes Commitment usw. bestückt wird. Organisationskultur ist die Wurzel, aus der die Qualität der Führungssysteme, der Logistik, der Informationssysteme usw. erst resultieren. Organisationskultur äußert sich in der Nutzung, dem Umgang und den Handlungsweisen der Mitarbeiter mit diesen Systemen. Organisationskultur ist auch das Ergebnis solcher Systeme, auf deren Grundlage wieder diese „harten“ Erfolgsfaktoren erwachsen.

Abbildung: 1:  Zwei grundsätzliche Perspektiven auf das Phänomen Organisationskultur

Wer als Krankenhausmanager im umfassenden Sinn erfolgreich sein will, muss die Organisationskultur seines Krankenhauses gestalten. Dies gelingt über die organisatorischen Bedingungen, die für den Aufbau einer strategiekonformen Organisationskultur geschaffen werden müssen. Bestandteile einer solchen Organisationskultur sind im sog. Schichtenmodell nach Edgar Schein dargestellt (vgl. Abbildung 2).

Abbildung 2: Schichtenmodell der Organisationskultur nach E. Schein

Wenn somit ein Krankenhaus fortschrittsfähig sein will, dann liefern die Bedingungen einer vielversprechenden Organisationskultur die Voraussetzungen dafür, dass die Strategie auch verwirklicht werden kann. Alle Strategien müssen immer durch die Köpfe der Beteiligten. Sie müssen verstanden, ihre Zeichen und Symbole richtig gedeutet und von den wesentlichen Grundannahmen getragen sein. Sonst solidarisieren sich die Mitarbeiter nicht mit den wesentlichen Zielen eines Krankenhauses und die Strategie wird nicht erfolgreich realisiert.