bh.m
Hospital Consulting

Ziele des Modellprojektes „PROKO“ sind, gemeinsam mit interessierten Krankenhäusern  

  1. ein System der patientenorientierten Leistungserfassung und Kostenzurechnung zu konzipieren.
  2. eine Implementierungssystematik für eine Leistungserfassung und Kostenrechnung aufzustellen.
  3. eine patientenorientierte Beschreibung von Aufnahme-, Behandlungs- und Entlassungs- bzw. Überleitungsvorgängen zu implementieren,
  4. zukünftige Aufbau- und Entscheidungsstrukturen in den Krankenhäusern zu entwickeln, die neue Konzepte der Arbeitsteilung zwischen Ärzten, Pflegekräften und Verwaltungsmitarbeitern beinhalten und 
  5. technische Informations- und Kommunikationsstrukturen in den beteiligten Krankenhäusern daraufhin zu bewerten, ob und wie sie den Anforderungen einer patientenbezogenen Leistungs- und Kostenerfassung genügen können.

Das Modellprojekt „PROKO“ besteht damit aus vier wesentlichen Projektbausteinen, die in diesem Projekt verzahnt werden: 

  1. eine patientenbezogene Leistungs- und Prozessanalyse,
  2. die konzeptionelle Entwicklung einer Prozesskostenrechnung, einschl. der Berechnung von Prozesskostensätzen,
  3. die Zusammenführung der horizontalen und vertikalen Arbeitsteilung auf Stations- und Fachabteilungsebene, 
  4. eine systematische Überprüfung der vorhandenen EDV-Strukturen zur Abbildung patientenbezogener Leistungsprozesse.

In vier Krankenhäusern hat die bh.m Prof. Bernd H. Mühlbauer Krankenhaus- und Unternehmensberatung dieses Modell bislang erfolgreich eingeführt. Dabei wurde in mehreren Krankenhäusern eine vollständige Erfassung der Patientenbehandlung zwischen Aufnahme und Entlassung durchgeführt und später mit entsprechenden Kosten bewertet. Die Kostenbewertung konnte mit Hilfe von IST-Kosten vorgenommen werden und stellte keine Ableitung der Kosten aus der DRG-Kalkulation des INEK-Institutes dar. Darin bestand ein wesentlicher Vorteil dieser Methode. Die Krankenhäuser kennen nun ihre IST-Kosten entlang der Patientenbehandlung und jeder Arbeitsstelle, die von den Patienten in Anspruch genommen wurde. Mit Hilfe der gewonnenen Daten konnten auch bereichsbezogene Auslastungsstudien für einzelne Abteilungen durchgeführt werden, Unter- und Überbelastungen konkret aufgezeigt und organisatorische Veränderungen zielgenau umgesetzt werden.